Digitalkameras sind seit einigen Jahren aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. Der Markt boomt, wird immer schnelllebiger und die Hersteller überbieten sich mit der Anzahl an Neuankündigungen jedesmal aufs neue. Selbst als vermeintlicher Experte ist man da schnell überfordert, wenn es um die Auswahl des geeigneten Geräts geht.
Aus diesem Grund habe ich mir die Frage gestellt, ob es nicht eine für alles geben kann. Natürlich werden die Profis unter uns nun gleich abwinken oder ihr eigenes Gerät als DIE Kamera anpreisen. Aber lasst uns doch ein paar Kriterien aufstellen, anhand derer wir die Auswahl auf eine überschaubare Menge reduzieren können. Ziel ist es, eine Kamera zu finden, mit der im Grunde JEDER umgehen kann und die sich auch JEDER leisten können soll.
Preis & Formfaktor
Zwei Kriterien, die für mich kaufentscheidend sind. Ist die Kamera unbezahlbar, bleibt sie schlichtweg im Regal liegen. Ist sie groß und unhandlich, bleibt sie später öfter zu Hause. Ich denke daher, dass wir uns auf eine Kompaktkamera in einem Preisbereich bis 200 Euro festlegen sollten. Dafür bekommt man zwar kein Topmodell mit hunderten (meist überflüssigen) Features, aber so bleibt die Bedienung wenigstens einfach und übersichtlich und somit für Jedermann bedienbar.
Features
Gerade ältere Menschen, die sich im digitalen Zeitalter noch nicht so richtig zurecht finden, oder die keine fotografische Ausbildung besitzen und einfach nur schöne Fotos haben möchten, sollten zu einer Kamera mit folgenden Features (=Merkmalen, Funktionen) greifen:
- Eine gut funktionierende Automatik-Funktion, die ohne Zutun des Benutzers optimale Kamera-Einstellungen wählt, so dass man die Kamera im Grunde nur einschalten muss und drauflos fotografieren kann.
- Ein eingebauter Bildstabilisator, der die Kamera beruhigt, um zittrige Hände oder schlechte Lichtverhältnisse zu kompensieren.
- Ein großes scharfes Display, um den bei günstigen Kompaktkameras meist fehlenden Sucher halbwegs passabel zu ersetzen und um angezeigte Symbole und das Kameramenü gut ablesen zu können.
- Ein Zoom-Objektiv mit gutem Weitwinkel-Bereich für die auf Feierlichkeiten obligatorischen Gruppenfotos und ausreichendem Tele-Bereich für die großformatige Ablichtung der putzigen Zoo-Bewohner
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Auf Schnickschnack wie Lächelautomatik oder dergleichen möchte ich getrost verzichten oder hast du den Kölner Dom schon mal lächeln gesehen? Aber vermutlich haben diese Funktionen auch in den günstigen Kameras Einzug gehalten. Wir werden sehen, was unsere Volks-Kamera zu bieten hat.
So, ich denke, damit sind erst einmal ein paar Rahmenbedingungen geschaffen. Ich hoffe natürlich auf euer Engagement und würde mich über ein Feedback von euch freuen. Vielleicht habt ihr schon ein konkretes Modell im Auge und könnt ein paar Infos geben, was euch an eurer Kamera gefällt oder ihr habt noch ein paar wichtige Auswahlkriterien hinzuzufügen.
Ich werde mich nun auf die Suche nach geeigneten Kandidaten begeben. Mal sehen, wo mich die Suche hinführt.