CompactFlash-Speicherkarten bekommen Nachfolger XQD

Das Ende der CF-Karten naht. Zumindest, wenn man den Vätern der bei Profis beliebten Speicherkarten Glauben schenken darf. Denn diese haben nun die Spezifikationen für den Nachfolger, der XQD-Karte, bekannt gegeben. Dabei ist die neue Karte mit den Abmessungen 38.5mm x 29.8mm  x 3.8mm etwas kleiner und dicker. Wesentliche Neuerung ist die Übertragungsgeschwindigkeit. Man will sagenhafte 125 Mb/s als Mindestgeschwindigkeit anbieten und theoretisch bis zu 500 Mb/s erreichen können. Geht man von einer Raw-Datei mit 25Mb Dateigröße, was bei 18 Megapixeln und mehr nicht selten ist, und einer Serienbildgeschwindigkeit von 8 Bildern pro Sekunde aus, kommt ein Datenvolumen von 200 MB/s auf, welches dann vom kamerainternen Zwischenspeicher auf die Karte geschrieben werden muss. Selbst Highend-CF-Karten haben hier alle Hände voll zu tun, während die neuen XQD-Karten mit entsprechend leistungsstarkem Controller mühelos in Echtzeit beschrieben werden könnten. Auch im Bereich der HD-Filmerei fallen immer größere Datenmengen an, die schnellstmöglich übertragen werden müssen. Der neue Standard würde also auch hier Vorteile bringen.

Wann genau die neuen Karten auf den Markt kommen und welche Geräte sie unterstützen werden, ist noch unklar. Da Nikon und Sony an den Spezifikationen beteiligt waren, werden wohl hier erste Geräte erscheinen, womöglich bereits 2012.

Weitere Infos findest du auf der Website der CompactFlash-Association.

eTTL-Funkauslöser Phottix Odin für Canon

Das lange warten hat ein Ende. Als der Hersteller Phottix im vergangenen Jahr seine Vision von einem TTL-fähigen Funkauslöser für Blitzgeräte vorstellte, bildete sich schnell eine große Fangemeinde. Phottix erkannte das Potential und arbeitete sehr akribisch an der Umsetzung. Den Namen durften die Fans mittels Abstimmung selbst bestimmen. Und so einigte man sich auf Odin.

Nun aber zum Gerät selbst: Der Phottix Odin ist also ein Funkauslöser für Blitzgeräte. OK, die gibt es am Markt wie Sand am Meer. ABER: Der Odin hat eine Besonderheit, die die Spreu vom Weizen trennt. Er kann nämlich mit Canons eTTL-Steuerung umgehen. Soll heißen, dass die Kamera wie bei einem direkt montierten Blitzgerät, beispielsweise dem 580EX II, automatisch die benötigte Blitzstärke dem Motiv anpassen kann. Außerdem steht neben dem Blitzen auf den zweiten Verschlussvorhang auch die Highspeed-Synchronisierung zur Verfügung. Ein Aufhellblitz bei z. B. 1/1000 Sekunde stellt kein Problem dar – und das wohlbemerkt kabellos. Die Funkreichweite soll bei direktem Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger bis zu 100 Meter betragen und dies, sofern ausreichend Empfänger vorhanden sind, mit bis zu drei unterschiedlichen Blitzgruppen.

Die Profis unter uns werden jetzt müde abwinken und auf ihren PocketWizard verweisen, der – zugegeben – schon lange der Standard-Funkauslöser mit selbigen Funktionen am Markt ist. ABER: Hier trifft der Odin seine Konkurrenz an seinem wunden Punkt, dem Preis. Noch ist der Odin nicht flächendeckend verfügbar, aber das wird sich schnell ändern. Denn das Set mit Empfänger und Auslöser gibt es im Preisvergleich derzeit für “nur” ca. 300 Euro zu kaufen. Schaut man sich die Preise von PocketWizard an, wird schnell klar, wer hier die Nase vorn hat.

Wer sich den Odin mal in Aktion ansehen möchte, findet bei Traumflieger.de einen ersten Test. Ich bin jedenfalls von dem Gerät überzeugt und habe ihn bereits auf meine Wunschliste gesetzt.